Neolite Fix Rohrverschluss ist für den kraftschlüssigen Verschluss nachträglich gefräster Kanäle in Estrichflächen vorgesehen, in denen wasserführende Heizrohre verlegt werden. Darüber hinaus eignet sich das Material als standfeste Reparaturmasse für partielle Estrichreparaturen und das Verschließen von Ausbrüchen bis 10 mm Schichtdicke. Die Anwendung ist auf den Innenbereich beschränkt, Nassbereiche eingeschlossen; für den Außenbereich ist das Produkt nicht geeignet.
Vor dem Verfüllen wird der Estrich auf Tragfähigkeit und Eignung geprüft. Die Oberfläche wird vor dem Fräsen geschliffen, anschließend werden Fläche und Fräskanäle vollständig abgesaugt und mit einer Dispersionsgrundierung grundiert. Die Heizleitungen müssen gleichmäßig und bündig im Kanal liegen, aufspannende Rohre werden mit kleinen Keilen fixiert.
Zum Anmischen werden ca. 7 bis 8 Liter kaltes, klares Wasser je 25-kg-Sack vorgelegt und das Pulver eingestreut. Nach mindestens einer Minute klumpenfreiem Durchmischen wird das Material sofort verarbeitet. Es ist pumpfähig und sehr leicht verlaufend, füllt die Fräskanäle hohlraumfrei und umschließt das Heizrohr vollständig. Überschüssiges Material wird sauber abgezogen, fehlende Stellen nach kurzer Trocknungszeit punktuell nachgearbeitet.
Verarbeitet wird bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen zwischen 5 und 35 °C. Je nach Bedingungen ist die Fläche nach ca. 3 bis 6 Stunden begehbar und nach ca. 12 Stunden belegereif; anschließend erreicht das Material eine Druckfestigkeit von ca. 40 N/mm² bei einer Biegezugfestigkeit von ca. 7 N/mm². Es ist immer ein Oberbelag aufzubringen.
Das hydraulische Bindemittel auf Zementbasis nach DIN EN 197-1 mit mineralischen Zuschlägen nach DIN EN 13139 ist nicht brennbar (Brandverhalten A1) und chromatarm nach REACH (GISCODE ZP 1). Nachträglich eingefräste Estriche sind eine Sonderkonstruktion abweichend von geltenden Normen und Richtlinien: Prüfung des Altestrichs, Fräsarbeiten und Rohranschluss müssen durch spezialisierte Fachfirmen erfolgen.